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Stadionanimation der Chiemgau Arena.

Ein General – ein Wort

Die Geschichte des Biathlonsports – Folge 1

Ruhpolding 11. Mai. 2011 Die Geschichte des Biathlonsports – Folge 1

Sportlicher Ehrgeiz mag des Wenigste gewesen sein, was vor 5000 Jahren skandinavische Ureinwohner angetrieben hat, mit Latten unter den Füßen und einer Waffe in der Hand durch die tief verschneiten Wälder Skandinaviens zu streifen. Ihre Motivation war einzig und allein der Lebensunterhalt, und mit den später so genannten „Ski“ war ihre Chance, das fürs Überleben so notwendige Wild zu erlegen, ein gutes Stück größer. Kunde von solcher Tätigkeit lieferten uns Höhlenmalereien aus dem heutigen Norwegen, und erste schriftliche Aufzeichnungen über diese Art der Jagd sind uns aus der chinesischen, griechischen und römischen Geschichte überliefert. Der Dichter Vergil etwa berichtet uns um 40 v. Chr. von einer Jagd auf Skiern. Aus dem Jahr 1050 ist ein Runenstein mit dem Abbild eines mit Pfeil und Bogen jagenden Mannes auf Skiern überliefert.

Schon im Mittelalter gab es „Skisoldaten“, die freilich zunächst rein militärische Aufgaben zu erfüllen hatten. Als sportliche Betätigung ist dieser winterliche Zweikampf auf Skiern seit dem frühen 19. Jahrhundert bekannt, wobei diesen meist Militärs betrieben, die ja zum Schießen und zur sportlichen Ertüchtigung der Soldaten seit jeher eine besondere Affinität pflegen.

Dem 1953 zum Präsidenten des Internationalen Olympischen Comitees gewählten Avery Brundage schwebte jedoch ein Winter-Mehrkampf mit je einer Ski-, Eis- und Schlittendisziplin vor, doch konnte sich der sonst so mächtige Sportführer gegen den schwedischen General Sven Thofelt nicht durchsetzen. Der Olympiasieger von 1928 und Präsident des Internationalen Verbandes für Modernen Fünfkampf (UIPM) setzte einen winterlichen „Zweikampf“ mit Langlauf und Schießen durch und nannte ihn, dem Altgriechischen entsprechend, „Biathlon“; er stellte die Sportart unter die Fittiche der UIPM und erweiterte den Verbandsnamen um „Biathlon“ zur UIPMB. 1993 wurde die Internationale Biathlon-Union (IBU) gegründet, die 1998 vom IOC als olympischer Verband anerkannt wurde und die UIPMB als internationaler Betreiber abgelöst hat.

Dieser „Biathlonsport“ war zwar als „Militär-Patrouillenlauf“ schon bei den I. Olympischen Winterspielen 1924 in Chamonix sowie bei den folgenden 1928 in St. Moritz und 1936 in Garmisch-Partenkirchen als „Vorführungs-Wettbewerb“ im Programm, doch offizielle Medaillen gab es erst ab den Spielen 1960 in Squaw Valley. Es dauerte bis zu den Olympischen Winterspielen 1968 in Grenoble, als auch ein Ruhpoldinger in den Ergebnislisten auftauchte.

Fortsetzung folgt. – Quellen: Internet. - „Olympia 1936 – Die Olympischen Winterspiele“; Cigaretten-Bilderdienst Hamburg-Bahrenfeld; 1936. – Hans Helmberger: Vom Skiruder zur Goldmedaille – 75 Jahre Skiverband Chiemgau; 1997.


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